Aktienrente: Sinnvolles Konzept für Staat und Sparer?

28. Juli 2021

von Jannes Lorenzen
Investor, Ökonom und Gründer

Die deutsche Rente wackelt. Immer weniger Einzahler müssen immer mehr Rentner finanzieren. Der Trend scheint sich nur zu verstärken.

Was also tun?

Eine viel diskutierte Option: Eine Aktienrente nach schwedischem Vorbild. Ursprünglich kam der Vorschlag wohl von der FDP, aber tatsächlich scheinen sich die meisten Parteien mittlerweile darauf einigen zu können.

Was steckt hinter der Aktienrente? Was sind die Vorteile, was die Nachteile? Kann sie überzeugen, nachdem andere staatliche Altersvorsorgemodelle wie die Riester-Rente scheiterten? Und könnte sie sich für Sparer lohnen?

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Die Probleme des deutsche Rentensystems

Das deutsche Rentensystem ist komplex. Hier geht es nicht um alle Details, Berufsgruppen und Beitragssätze, sondern um das Grundproblem, das überhaupt dazu führt, dass jetzt über eine Aktienrente nachgedacht wird.

Das bisherige Rentensystem beruht auf dem Umlageverfahren: Die Einzahler von heute bezahlen die Rente der Rentner von heute. Je mehr Rentner ein Einzahler finanzieren muss, desto stärker kommt das System unter Druck.

Hier gibt es nun mehrere Probleme:

  1. Höhe der Rente: Das Rentenniveau gilt schon jetzt als nicht besonders hoch und Altersarmut als Problem.
  2. Demographischer Wandel: Die Gesellschaft altert immer mehr, was bedeutet, dass sich das Verhältnis von Einzahler zu Rentner verschlechtert und weniger Arbeitskräfte mehr Rentner finanzieren müssen.
  3. Kaum effektive Förderung: Durch Niedrigzinsen sind Zinsanlagen unattraktiv, staatlich geförderte Produkte wie die Riester- oder Rürup-Rente gelten als Fehlschläge.
Rentensystem - Belastung steigt

Quelle: FAZ

Was sind Lösungen aus diesem Dilemma? Höhere Beträge zur Einzahlung, späterer Renteneintritt, früherer Eintritt ins Erwerbsleben - oder ein reformiertes Rentensystem. Hierfür ist die Aktienrente eine mögliche Option.

Das schwedische Vorbild: 11% Rendite pro Jahr?

Die Schweden machen's vor: Sie haben ein Modell, das Bestandteil der aktuellen Debatte ist. Auch der norwegische Staatsfonds ist oft Thema, aber noch etwas anders konstruiert, da er vor allem Öleinnahmen reinvestieren soll. Wie funktioniert das schwedische Modell also?

Jeder Schwede zahlt 16% des Bruttoeinkommens) in das Rentensystem ein, das dem deutschen ähnelt. Darüber hinaus wird ein Teil der Rente, 2,5% des Bruttoeinkommens, in einen Aktienfonds eingezahlt. Standardmäßig ist das der staatliche Aktienfonds AP7. Dieser investiert voll in Aktien, reduziert aber die Aktienquote, je näher das Renteneintrittsalter rückt.

AP7 - schwedische Aktienrente - Aufbau

Das Frontcover des Jahresberichts des Fonds zeigt klar, welche Nachricht vermittelt wird: Risiko wird belohnt.

AP7 Cover - schwedische Aktienrente

Wer im Rahmen der Altersvorsorge in Aktien investieren möchte, kann statt dem staatlichen Fonds auch in alternative private Aktienfonds investieren, die eher bei 0,35% Kosten pro Jahr liegen.

Dabei wird beim AP7 möglichst breit gestreut in die ganze Weltwirtschaft investiert. Aktuell sind ca. 3.000 Unternehmen im Fonds. Der Großteil liegt, entsprechend der Marktkapitalisierung, in den USA.

AP7 schwedischer Aktienfonds - regionale Verteilung

Ausgeschlossen sind etwa 80 Unternehmen, die nach Prüfung eines Ausschusses gegen Auflagen, Regeln oder Menschenrechtskonventionen verstoßen. Unter anderem gehört Airbus dazu.

Die Kosten des staatlichen Fonds liegen bei ca. 0,08% pro Jahr, was kaum ein anderer Fonds sonst so günstig anbietet.

Der Fonds hat darüber hinaus seit 2000 eine jährliche Rendite von ca. 11% pro Jahr erzielt. Die alternativen Fonds liegen eher bei 7 - 8% pro Jahr.

Langfristig peilt der Fonds eine Rendite an, die 2 - 3 Prozentpunkte pro Jahr über dem eher sicherheitsorientierten Anleihen-Fonds liegen soll.

Also, was bietet die schwedische Aktienrente in Summe?

  • Eine hohe Aktienquote, die im Alter abnimmt
  • Breite Diversifikation mit ein paar Ausschlusskriterien
  • Minimale Kosten
  • Freiheit der Wahl zwischen staatlichem und privaten Fonds.

Vorteile einer staatlichen Aktienrente

Es gibt viele gute Gründe in Aktien zu investieren. Für jeden. Neben diesen Vorteilen, die Aktien ohnehin bieten, gibt es einige, die speziell durch eine ergänzende Aktienrente entstehen.

#1 Mehr Rendite als bisher

Aktien sind langfristig die renditestärkste aller Anlageklassen. Sie liegen historisch etwa 3 bis 4% pro Jahr über den Renditen der Staatsanleihen, die als sicher gelten und auch für staatliche Institutionen genutzt werden.

Der schwedische Aktienfonds hat seit Auflage etwa 11% pro Jahr erzielt, was überdurchschnittlich ist. Andere lagen bei 7 - 8% pro Jahr.

Diese Renditen werden trotz aller Crashs, Krisen und einzelne Unternehmenspleiten der Vergangenheit erzielt und lassen sich so teilweise über 200+ Jahre zurückverfolgen. Es gibt auch logische Gründe, warum Aktienmärkte langfristig steigen.

In jedem Fall lässt sich festhalten: Durch die Beimischung von Aktien kann also mit dem Geld mehr Rendite erzielt werden als bisher.

#2 Ergänzung zum umlagefinanzierten Konzept

Das bisherige Rentensystem gerät durch den demografischen Wandel unter Druck. Die zukünftigen Generationen, die selbst Rente beziehen, haben berechtigte Zweifel daran, wie gut das System dem standhalten kann.

Ein staatlicher Aktienfonds bringt eine weitere Säule ins Rentensystem: Die Einzahler zahlen hier für sich selbst ein und finanzieren damit später ihre eigene Rente. Es ist also eine Ergänzung zum immer schwieriger werdenden Umlageverfahren.

#3 Geringe Kosten möglich

Private, aktiv gemanagte Fonds haben oft laufende Kosten von 1,5 bis 2,5% pro Jahr und zusätzlich noch einmalige Ausgabeaufschläge von bis zu 5%.

Private ETFs sind schon besser und günstiger: Diese sind für wenige Euros an Börsen kaufbar und haben in der Regel nur laufende Kosten von 0,2% bis 0,5%.

Ein staatlicher Fonds hat zwei große Vorteile auf der Kostenseite:

  • Er braucht keinen Vertrieb, kann diese Kosten also sparen.
  • Er ist enorm groß, sodass die Kosten prozentual immer kleiner werden.
  • Er muss keinen Gewinn für den Betreiber erzielen.

Das Reduzieren von Kosten und Gebühren ist einer der wichtigsten Grundsätze bei der Geldanlage. Ein staatlicher Fonds, wie im schwedischen Beispiel bewiesen, könnte genau das umsetzen.

#4 Langer Anlagehorizont

Aktien sind vor allem eine hervorragende langfristige Geldanlage, weniger für kurzfristiges Trading - auch wenn das in Medien oft umgekehrt transportiert wird.

Wer in den letzten Jahren zu einem beliebigen Jahresanfang in den DAX investiert hätte, hätte bei einer Haltedauer von 13 Jahren oder mehr nie einen Verlust gemacht. In der Regel sind Aktienmärkte nach 5 Jahren im Plus.

Wer bei Berufseintritt beginnt in einen staatlichen Aktienfonds zu investieren hat in der Regel einen Anlagehorizont von 30+ Jahren und mehr. Das ist die beste Voraussetzung um auch in Aktien zu investieren.

#5 Staatliche Förderung, ohne Spekulation zu fördern

Immobilien lassen sich nach 10 Jahren steuerfrei verkaufen, Gold und Kryptowährungen nach einem Jahr. Aktiengewinne müssen immer versteuert werden.

Sobald darüber diskutiert wird, ob das Investieren in Aktien zur Altersvorsorge gefördert werden sollte, gibt es schnell Einwände:

"Das bringt vor allem den Reichen etwas! Das werden die Spekulanten ausnutzen! ..."

Die Angst ist, dass solche Förderungen nicht zur Altersvorsorge genutzt werden, sondern um ohnehin schon große Vermögen noch größer zu machen.

Sicherlich könnte es dafür Lösungen geben, bspw. eine Spekulationsfrist (Aktiengewinne also nach einem bestimmten Zeitraum nicht versteuern zu müssen) oder den Freibetrag, der pro Jahr bei überschaubaren 801 Euro liegt, anzuheben. Auch die staatliche Rente könnte hier aber eine Lösung sein.

Sie kann nicht für zu große Vermögen missbraucht werden und ist zweckgebunden für die Altersvorsorge. Sie kann also Aktiensparen unterstützen, ohne in die Gefahr zu laufen, für einen anderen Zweck ausgenutzt zu werden.

#6 Beteiligung der Bevölkerung an der Wirtschaft

Durch einen Staatsfonds kann ein breiter Teil der Bevölkerung an der Wirtschaft beteiligt werden.

Wenn der DAX oder andere Börsenbarometer neue Höchststände erreichen, profitieren also alle davon. Jeder, der das neue Rentensystem nutzt, wäre also auch an den Unternehmen beteiligt, über die sonst vor allem in Wirtschaftszeitungen geschrieben wird.

#7 Diversifizierte Rentenerlöse

Durch einen diversifizierten Ansatz, bei dem auch außerhalb Deutschlands investiert wird, werden die Renteneinkommen unabhängiger von der deutschen Wirtschaftskraft.

Nehmen wir an, Deutschland entwickelt sich über die nächsten Jahrzehnte vergleichsweise schlecht oder die Wirtschaft schrumpft sogar. Wenn heute weltweit investiert wird, wird auch in andere Länder investieren, die dann möglicherweise profitiert und sich gut entwickelt haben.

Das deutsche Rentenniveau hängt dadurch nicht nur vom Wirtschaftsniveau in Deutschland ab, sondern kann mehr an die weltweite Entwicklung gekoppelt werden.

Kritik an der staatlichen Aktienrente

Es gibt auch einige Kritikpunkte an der Aktienrente, die ich hier gern anbringen und aus meiner Perspektive einordnen möchte.

#1 Rente schwankt stärker

Aktien bringen zwar mehr Rendite, schwanken aber auch stärker als Staatsanleihen. Garantien, jederzeit ohne Verluste Geld rausziehen zu können werden also schwieriger bis unmöglich.

Fraglich ist, ob das überhaupt eine Anforderung an die Rente sein sollte. Im schwedischen Modell gibt es eine solche Garantie nicht.

Trotzdem können dadurch Rentenwerte schwanken. Wer heute in Rente geht oder in 10 Jahren könnte bei gleicher Einzahlung ein anderes Rentenniveau erwarten.

Aber, was wir dabei nicht vergessen dürfen: Beide werden dadurch höchstwahrscheinlich ein höheres Niveau als ohne Aktienrente haben.

#2 Die Wahl des richtigen Anlagekonstruktes

Es ist keine triviale Aufgabe, ein faires System zu entwerfen. Ein paar Fragen, die geklärt werden müssen:

  • Gibt es aktive Fondsmanager oder wird über ein passives Konstrukt in die breite Wirtschaft investiert?
  • Werden deutsche Aktien bevorzugt, was zu Klumpenrisiken führen könnte?
  • Sollten ESG-Kriterien zu Nachhaltigkeit, sozialer Verantwortung und guter Unternehmensführung berücksichtigt werden? Wie werden diese fair festgelegt und geprüft?
  • Ist die Aktienrente als Standard vorausgewählt oder muss sich aktiv für diese entschieden werden?

Diese Fragen sind in meinen Augen lösbar, sie werden aber immer wieder Angriffsfläche bieten für diejenigen, die hier und da eine andere Ausgestaltung bevorzugen würden.

#3 Glücksspiel, Aktien können pleite gehen, Aktien sind böse und mehr

Ich habe dazu noch einige Kritikpunkte gelesen, die - subjektive Meinung - ziemlich plump und undifferenziert ist. Ich möchte sie der Vollständigkeit halber aber aufnehmen und aus meiner Sicht kommentieren.

Einige davon kommen von der Partei "Die Linke". Das ist nicht verwunderlich, da diese als einzige Partei aktuell die Aktienrente ablehnen. Daher habe ich auch nur von ihr weitere Kritikpunkte gefunden. Ihr Alternativvorschlag ist die Rente wie bisher zu finanzieren, die Abgabenlast für Einzahler aber zu erhöhen.

"Rente ist kein Glücksspiel"

Die Vizepräsidentin des Sozialverbands sagt: "Auskömmliche Rente im Alter sollte kein Glücksspiel sein, sondern eine sichere und zuverlässige Absicherung."

Auch Die Linke schreibt hier: "Wer Letzteres als Lösung propagiert, hat aus der Finanzkrise von 2008 bis nichts gelernt. Unmengen Finanzkapital wurden entwertet, darunter viele Anlageformen, über deren Rendite eigentlich Alterseinkommen finanziert werden sollten. Hingegen sind die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung gesamtwirtschaftlich nie unwirksam oder gar »weg«"

Gegenargument: Eine langfristige, breit gestreute Investition in Aktien ist kein Glücksspiel und läge historisch vermutlich in 95% bis 100% der Fälle über der "sicheren Absicherung". Trotz aller Crashs und Schwankungen.

"Aktien können jederzeit pleite gehen"

Ein häufiger Kritikpunkt weist darauf hin, dass Aktien jederzeit pleite gehen können.

Gegenargument: Das können Staatsanleihen technisch auch. Trotzdem passiert es bei Aktien natürlich häufiger. Durch das breite Investieren in die gesamte Weltwirtschaft ist dieses Risiko aber nahezu komplett eliminiert, da nie die ganze Weltwirtschaft pleite geht.

"Nachhaltige Kriterien liefern keine Rendite"

Die Linke beruft sich ebenfalls auf eine Kritik der IG Metall: "Investitionen in besonders soziale und ökologische Unternehmen sind auch besonders riskant, denn solange höhere Sozial- und Umweltstandards nicht gesetzlich verbindlich sind, können sie für Unternehmen zum Wettbewerbsnachteil werden. Es ist naiv anzunehmen, dass Unternehmen einerseits diese Ansprüche erfüllen und zugleich hohe Renditen abwerfen können."

Gegenargument: Das ist faktisch falsch. Aktien, die entsprechende Kriterien erfüllen, haben in der Vergangenheit eine ziemlich ähnliche Rendite wie die Aktienmärkte geliefert. Es gibt dazu viele wissenschaftliche Studien (die ich auch in meiner Academy vorstelle), von denen einige unter-, andere überdurchschnittliche Rendite durch Nachhaltigkeitsrenditen erkennen.

Diese Studie bescheinigt einen positiven, aber nicht statistisch signifikanten Effekt. Andere Studien kommen zum Schluss, dass nachhaltigere Unternehmen weniger Risiko aufweisen.

Auch zwei Grafiken eines der größten Indexanbieters MSCI zeigen, dass 1:1 vergleichbare, globale Aktienindizes mit Nachhaltigkeitskriterien über die letzten Jahre minimal besser abgeschnitten haben:

MSCI World ESG
MSCI World SRI

Ich vermute, dass sich bei dieser Kritik einfach keine entsprechenden Zahlen oder Studien angeschaut wurden.

"Es gibt keine Rendite mehr"

Die Linke schreibt: "Zudem besteht auf den Kapitalmärkten kein Mangel an Liquidität, sondern es fehlt eher an hinreichend rentierlichen Anlagen. Wozu braucht es da noch einen weiteren Fonds?"

Gegenargument: Die Fakten sprechen eine andere Sprache. Die Erklärung, warum es keine Rendite mehr mit Aktien geben sollte, fehlt.

Mal davon abgesehen sollte die Aktienrente ein langfristiges Konstrukt sein. Selbst wenn es heute keine Rendite gäbe, so wäre die Annahme, dass das immer der Fall sein wird, ziemlich absurd.

"Beim Renteneintritt wird's nicht klappen"

Die Linke bekräftigt nochmal die IG Metall, die schrieb: "Der Wert einer Altersvorsorge zeigt sich ... nicht in den Jahren des Ansparens, sondern erst zu dem Zeitpunkt, an dem die Vermögensbestände zwecks Rentenzahlung verwertet werden müssen. Ob dann, wenn die vielen Alten nicht mehr arbeiten, die wenigen Jungen in der Lage sind, die auf den Markt geworfenen Aktienbestände aufzukaufen – und dies zu einem Preis, der zur Finanzierung auskömmlicher Renten notwendig wäre – ist stark in Frage zu stellen."

Der Kritikpunkt ist also, dass sich die Wertpapiere nicht einfach verkaufen lassen und das Konstrukt daher nur in der Theorie funktionieren würde.

Gegenargument: Aktien sind erstmal jederzeit handelbar. Würden nun die Preise durch die auf den Markt geworfenen Aktien beim Renteneintritt verzerrt werden?

Ich halte es aus folgenden Gründen für ziemlich abwegig:

  • Leute gehen in Rente, junge Arbeiter treten ins Arbeitsleben ein. Wenn beide Gruppen gleich groß sind bleibt alles gleich. Wenn konstant 2% mehr Menschen in Rente gehen als Menschen ins Arbeitsleben eintreten (was in meinen Augen schon eine recht pessimistische Annahme ist), reden wir nur über 2% der Rentensummen, die den Markt überhaupt verzerren könnten.
  • In Schweden schichtet der Fonds ab einem Alter des Einzahlers von 55 Jahren schrittweise in Anleihen um, um etwas Risiko rauszunehmen. Dadurch wäre der Effekt nochmal geringer.
  • Selbst diese 5% wären als Summe auf dem globalen Aktienmarkt völlig unbedeutend.  Als Anhaltspunkt: Der schwedische Fonds investiert in 3.000 unterschiedliche Unternehmen. Es gibt außerdem viel größere Fonds, bei denen das ebenfalls noch nie ein Problem war.
  • Auch die Logik funktioniert nicht: Wenn die Aktien auf den Markt kommen und die Preise um 10% fallen sollten (was wie gesagt sehr abwegig ist), würden andere Investoren einen um 10% günstigeren Aktienmarkt vorfinden und entsprechend nachkaufen, was den Effekt wieder ausgleicht. Die Aktienmärkte sind eben nicht statisch, sondern dynamisch.

Fazit: Lohnt sich die Aktienrente für Staat und Sparer?

In meinen Augen scheint die staatliche Aktienrente nach dem schwedischen Vorbild ein Konstrukt zu sein, das sich tatsächlich für Staat und Sparer lohnen könnte. Das gilt natürlich nur dann, wenn die Konstruktion auch die erhofften Vorteile mit sich bringt.

Sparer profitieren dann von einer wegfallenden Abgeltungssteuer beim Investieren und einem günstigen Zugang zu einem Aktieninvestment. Auf der anderen Seite schafft der Staat eine Lösung, die als Beimischung zum aktuellen Konzept die Probleme durch den demographischen Wandel auffangen kann.

Über den Autor


Hey, ich bin Jannes. Langfristig denkender Privatanleger, Investor, Ökonom sowie Gründer von Aktienrebell und StrategyInvest. Herzlich Willkommen also zu meiner Rebellion gegen fehlende Finanzbildung, schlechte Anlageentscheidungen und das Spiel der Finanzindustrie.

Jannes Lorenzen

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