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7 Grundsätze von Warren Buffett für erfolgreiches Investieren

zuletzt aktualisiert: 30. August 2020

von Jannes Lorenzen
Privatanleger und Gründer

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Warren Buffett gilt als einer der erfolgreichsten Investoren der Welt und ist heute einer der reichsten Menschen der Welt.

Er hat zentral die Anlagestrategie des Value Investings geprägt und dies gemeinsam mit seinem Partner Charlie Munger in seinem Investment-Unternehmen Berkshire Hathaway umgesetzt.

Immer wieder äußert sich Warren Buffett dabei in Interviews oder Briefen an die Aktionäre zu seinen Anlagegrundsätzen. Ich zeige dir hier die 7 Grundsätze und Regeln, die prägend für Warren Buffetts Anlagestrategie sind.

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#1 - Buy and Hold

Der Großteil der Anleger und der Börsenmedien ist hektisch: Es wird ständig hin und her gehandelt und gemutmaßt, wo der Markt denn wohl nächste Woche stehen wird. Kurzfristige Entscheidungen dominieren.

Das hat mehrere Gründe: Börsenmedien und Banken verdienen nur dann, wenn es immer neue Schlagzeilen gibt. Und auch viele Anleger, die eher Spekulanten sind, zocken gern, wie es auch wissenschaftliche Studien zeigen konnten.

Warren Buffett betont immer wieder den Vorteil der Buy-and-hold Anlagestrategie: Einer Anlagestrategie, bei der du möglichst passiv statt aktiv agierst und mit einem langfristigen Fokus investierst (und dementsprechend auch langfristig hältst).

„Unsere liebste Haltedauer ist für immer.“

Hier habe ich die Vorteile dieser Buy-and-hold Strategie dargelegt:

  1. Geringere Transaktionskosten und dadurch im Durchschnitt eine höhere Rendite
  2. Weniger Zeitaufwand und entspannteres Anlegen
  3. Steuerliche Vorteile durch Steuerstundungseffekt
“Der Aktienmarkt ist gemacht um Geld von den Aktiven zu den Geduldigen zu transferieren."

#2 - Verstehe das Geschäft des Unternehmens

Viele Anleger suchen die Aktientipps. Nicht umsonst haben viele Werbeanzeigen Titel wie "Diese Aktie steht vor dem Durchbruch!", "Die 5 Aktien für 100+ % Rendite in den nächsten Monaten" und ähnliche unseriöse Versprechen.

Dahinter steckt der Wunsch nach wenig Arbeit, viel Ertrag und der Glaube, dass einige Anleger diese Geheimtipps und Glaskugeln haben, die solche Renditen prognostizieren könnten.

Das ist selbstverständlich Unsinn.

Der Weg zum erfolgreichen Investieren in einzelne Aktien ist aufwendiger: Du musst zuerst ein Geschäft verstehen, um es beurteilen zu können. Nur dann kannst du Chancen und Risiken beurteilen, die du bei einem möglichen Investment eingehst. Und nur dann kannst du dich auch in Krisenphasen mit einer Investition wohlfühlen.

“Investiere nur in eine Aktie, deren Geschäft du auch verstehst.”

Um ein Geschäftsmodell zu verstehen nutze ich mehrere Schritte. In meinem Beitrag zur Aktienanalyse zeige ich dir die 7 wichtigsten dafür.

#3 - Fokussiere dich aufs Geschäftsmodell

Anknüpfend an den vorherigen Grundsatz betont Warren Buffett immer wieder die Bedeutung eines starken Geschäftsmodells. Zum einen solltest du also das Geschäftsmodell verstehen (siehe Grundsatz #3), zum anderen dann aber gezielt nach starken Geschäftsmodellen Ausschau halten.

“Man sollte nur in Firmen investieren, die auch ein absoluter Vollidiot leiten kann, denn eines Tages wird genau das passieren!”

Um starke Geschäftsmodelle zu finden solltest du in die Aktienanalyse gehen und die wichtigsten Punkte herausarbeiten. Nicht alle Infos bekommst du dabei auf den Standard-Finanzwebseiten, sondern viel eher in den Geschäftsberichten oder fundierten Aktienanalysen.

Fragen, die dir helfen bei der Beurteilung des Geschäftsmodells:

  • Wie hoch sind die Gewinnmargen? Wie haben sich die Gewinne entwickelt? Werden nicht nur Gewinne auf dem Papier erzielt, sondern auch ein positiver Cashflow?
  • Hat das Unternehmen einen "unfairen Vorteil"? Das könnte bestehender Kundenzugang sein (wie Google durch die Suchmaschine) beim Ausrollen neuer Produkte, kluge Abo-Modelle (wie Amazon Prime bei Amazon) oder ein starker technischer Vorsprung (wie Tesla bei Batterien und der Ladeinfrastruktur).
  • Wie stark ist der Burggraben und wie entwickelt er sich? Wird das Unternehmen bspw. dann, wenn es größer wird, immer stärker? Gründe dafür können Skaleneffekte, Netzwerkeffekte oder ein eigenes Ökosystem sein. Hat das Unternehmen ein Abo-Modell, also wiederkehrende Umsätze, mit möglichst guten Anreizen, dass die Kunden auch lange dabei bleiben? Adobe ist dafür ein sehr gutes Beispiel.

#4 - Qualität schlägt Bewertung

Um eine Aktie zu kaufen, müssen zwei Dinge stimmen: Die Qualität und die Bewertung.

Eine gute Aktie kann zu teuer bewertet sein (und damit unattraktiv sein) eine mittelmäßige Aktie kann zu günstig bewertet sein (und damit attraktiv sein).

Es geht immer um die Frage: Wie hoch ist die Qualität und was ist der Preis dafür?

Warren Buffett hat das in einem Zitat zusammengefasst:

Kaufe einen Dollar, aber bezahle nicht mehr als 50 Cent dafür!

Es kommt also auf beide Faktoren an. In dieser Grafik habe ich es verdeutlicht:

7 Grundsätze von Warren Buffett für erfolgreiches Investieren

Warren Buffett war früher ein starker Verfechter des Deep Value Investing Ansatzes, bei dem er vor allem auf die Bewertung geachtet hat. Im Laufe seiner Anlegerlaufbahn, auch getrieben durch seinen Partner Charlie Munger, hat er den Wert von hoher Qualität wichtiger eingeschätzt:

“Es ist bei weitem besser, ein herausragendes Unternehmen zu einem anständigen Preis zu kaufen, als ein anständiges Unternehmen zu einem herausragenden Preis.”

Auch mein Ansatz orientiert sich daran, wie das obige Diagramm zeigt. Warum ist Qualität noch etwas wichtiger als die Bewertung?

Der wichtigste Grund liegt im langfristigen Anlageansatz: Ein hervorragendes Unternehmen kannst du lange halten. Die Zeit spielt für dich. Kurzfristige Bewertungsunterschiede sind weniger wichtig.

"Zeit ist der Freund eines wunderbaren Unternehmens und der Feind eines mittelmäßigen."

Beim Investieren in mittelmäßige Unternehmen zu einem herausragenden Preis spekulierst du mehr auf eine Änderung des Bewertungsniveaus, du hast aber in der Regel keine Ambitionen, die Aktie lang zu halten.

#5 - Keine kurzfristige Spekulation

Viele Anleger und vor allem Trader gehen kurzfristige Spekulationen ein. Sie sind zum Teil auch nicht von dem Investment überzeugt, in das sie ihr Geld stecken, wollen aber auf den Zug aufspringen.

Sie folgen der Greater-Fool-Theory: "Ich finde bestimmt noch einen anderen Idioten, der mir die Aktie für einen noch höheren Preis abkauft!"

Nach Warren Buffett ein großer Fehler:

“Eine Aktie, die man nicht 10 Jahre zu halten bereit ist, darf man auch nicht 10 Minuten besitzen.”

#6 - Sei tolerant gegenüber Risiken

Als Anleger wirst du auf die Probe gestellt: Kurse schwanken, Ideen gehen auf und andere gehen nicht auf. Eine gewisse Toleranz gegenüber dem Risiko ist also unerlässlich.

Warren Buffett definiert dafür eine Faustregel:

“Kaufe nie eine Aktie, wenn du nicht damit leben kannst, dass sich der Kurs halbiert.”

Nach einer Aktienbewertung kann es sein, dass du euphorisch eine Aktie kaufst und fest damit rechnest, dass der Markt jetzt auch das erkennt, was du gesehen hast.

Aber: Die Aktie kann jederzeit fallen. Gerade kurzfristig sind Aktienkurse kaum bis gar nicht vorhersehbar.

Bevor du also kaufst - und auch bevor du eine Aktie panisch verkaufst - sei dir immer bewusst: Der Aktienmarkt und auch einzelne Aktien können jederzeit im Wert verlieren. Du verdienst langfristig Geld als Entschädigung dafür, dass du diese Phasen auf dich nimmst.

#7 - Konzentration statt übertriebener Diversifikation

Die Diversifikation ist ein wichtiges Grundprinzip jeder Geldanlage: Setze nie alles auf eine Karte, sondern streue deine Investments.

Die Diversifikation ist dabei der Punkt, an dem viele Anleger Fehler begehen und unwissentlich zu hohe Risiken eingehen, die sich einfach vermeiden lassen. Ein Fehler davon ist der sogenannte Home Bias.

Wie genau eine kluge Diversifikation aussieht, erfährst du in dieser Videoserie und der Academy.

Warren Buffett ist ebenfalls überzeugt von Diversifikation, aber nicht von übertriebener Diversifikation und betont auch die Konzentration für Anleger, die wissen, was sie tun:

“Konzentrieren Sie Ihre Investments. Wenn Sie über einen Harem mit vierzig Frauen verfügen, lernen Sie keine richtig kennen.”

Sobald du zu viele einzelne Aktien beobachtest, wird es umso schwerer, die Geschäftsmodelle wirklich zu verstehen und wichtige Entwicklungen zu erkennen.

Ich setze das Konzept in meinem Depot so um (wie du auch auf StrategyInvest nachverfolgen kannst), dass ich nicht jede Branche verfolge, sondern speziell für Digital- und Technologieunternehmen Aktienanalysen veröffentliche und in diese investiere. Andere Bereiche decke ich mit ETFs ab.

Dadurch habe ich sowohl eine gute Diversifikation, als auch eine Konzentration in meinen Einzelaktien-Investments.

Über den Autor


Hey, ich bin Jannes. Ich bin langfristig denkender Privatanleger sowie Gründer von Aktienrebell und StrategyInvest. Herzlich Willkommen also zur Rebellion gegen fehlende Finanzbildung, schlechte Anlageentscheidungen und das Spiel der Finanzindustrie!

Jannes Lorenzen

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